Vergangenen Montag fand ja wie alle Jahre wieder der Ball des grünen Kreuzes, besser bekannt unter “Jägerball” in der Wiener Hofburg statt.
Auch Domo gesellt sich dort bereits zum wiederholten Male zum waidmännischen Inventar und darf somit auch dieses Jahr nicht in der Riege der Dirndlträgerinnen fehlen. Die Schürzenjäger brauchen ja schließlich genug Wildpret zum Jagen…
Die Anreise zur festlichen Location gestaltet sich bereits ereignisreich, als plötzlich auf der Wiener Ringstraße kurz vor der Abzweigung zur Hofburg ein Polizist lebensmüde auf die Fahrbahn springt und mir in voller Fahrt mitten in einer grünen Welle seine rote Kelle bedrohlich vor´s Auto hält. Ein mutiges Unterfangen, so in dunkler Nacht, bei Grünlicht und massenhaft Verkehr. Nun gut, ich war-halali- erlegt und mit 70 km/h Sachen einfach zu flott dran. So wird nun meinetwegen der gesamte Ring vierspurig gesperrt (zuviel der Ehre!) und ich quer über vier (v.i.e.r.!) Fahrstreifen auf die Nebenfahrbahn Richtung Bellaria geschleust. Hat auch nicht jeder…
„Wohin woin` S denn?“
„Zur Hofburg, wenn´s recht ist…“
Nachdem klar war, dass mein Vergehen mit Geld zu bezahlen ist, und ich alle Papiere bereit halte werde ich angriffslustig:
„Und Herr Chefinschpekter, wann´s leicht geht, fahr i da dann aber rückwärts wieder am Ring raus und muss jetzt net noch amal da ganz um den Häuserblock herum, gell? weil i hab´s eilig!“
„Na nix do, warten´ S, blasen miassen` S a no…“
Im Wissen, dass ich absolut clean bin, wird es mir jetzt eindeutig zu blöd:
„DES Blosen kennan SIE si net leisten…“, matschgere ich aufmüpfig…
Diese Antwort MUSSTE einfach sein! Mein Freund und Helfer wirkt nun ziemlich frappiert und verunsichert, mein Plan geht auf… die Flucht nach vorne ist wie immer äußerst wirksam:
Angewidert aber betont lässig blase ich reinen Gewissens ein 0,0 Promille-Röhrchen voll, zahle 21 Euro und gosche dann noch einmal charmant zu dem Uniformierten: „So und JETZT sperren Sie den Ring noch amal ab und lassen mich da rücklings auf die Ringstraßen-Fahrbahn schieben!“
Völlig perplex tut der Käppchenträger sogleich wie ihm befohlen, die Ringstraße wird kurzfristig wieder einmal vierspurig und großräumig gesperrt, um Domo´s Anreise zur Hofburg zu gewährleisten.
Na bitte, hat auch nicht jeder…
Mit einem fröhlichen „schau meine Herren, es geht ja, warum net glei?“ flitze ich mit Vollgas von dannen, nicht ohne vorher noch ins Geschehen zu maulen:
„Du Inschpekta beim Heimfahren lasst´s mi dann aber in Ruhe, gell? Einmal ist genug Freunde!“
Und jetzt endlich nix wie Halali…
Bei der Hofburg selbst steh ich beim noch dünn besiedelten Haupteingang mit meiner Karte, die dort hinterlegt ist und begehre Einlass. Der Uniformierte meint:
„Sie sind beim falschen Entrance, da müssen Sie jetzt noch einmal raus und dann dreimal rundherum und dann beim Josefsplatz hinein…“
Das strapaziert meine Geduldsfäden aber nun bereits über die De(h)nbarkeit…
„Hean´S, des is jetzt aber net Ihr Ernst? Es hat Minusgrade und i steh da in Stilettos und Ballfummel…?“
„Na sicher net, Sie gehen jetzt da net rein…“
Während Domo- kurz vorm Zerspringen- gerade den absoluten Ball-Eklat im Geiste martialisch farbenfroh durchexerziert und überlegt, einfach brutal im Stechschritt weiter durch die Sperre durch zu stöckeln, erbarmt sich ein Supervisor meiner hilfsbedürftigen Situation. Er dürfte die düsteren Wolken um meine Zorn umwobene Mimik erahnt haben und fragt ob ich denn ohne Begleitung sei:
„Sehen Sie irgendwen da neben mir?“ , herrsche ich ihn an…
„Nun, dann wollen wir doch die Dame so alleine nicht mehr in die Kälte hinaus schicken… schönen Abend noch!“, overruled der Boss seinen Adlatus im Säuselton.
Naaaaa oisdann, meine Herren in Uniform, es geht jo eh…
mit a bissl an Schmäh… ;)
Halali!
;) ;) ;) ;) ;) ;)
und hier gleich noch einmal eine Verkehrskontrolle… ;)
P.S.: auf Grund der Semesterferien gibt es den nächsten SMILE-Blog erst wieder am 23.2. 2012! keep on smiling :)













