Man materialisiere sich an einen der schönsten Punkte der Welt:
-auf eine einsame Klippe und schaue auf die aufbrausende Gischt offener See…
-auf einen Berggipfel und betrachte die unfassbare Naturgewalt des Fern-Panoramas…
-oder an einen weißen Sandstrand und lasse den Blick im Blau- in- Blau zwischen Himmel und Erde verschwimmen…
Das sind die Momente, in denen in mir immer ein Gefühl zwischen unsagbarer Sehnsucht, Euphorie und tiefer Traurigkeit aufsteigt. Der Spagat zwischen endloser Wehmut und himmelhochjauchzender Glückseligkeit zerreißt mir fast das Herz. Wenn einem die eigene Endlichkeit bewusst wird, die tiefsten Sehnsüchte manifest sind, sowie die intrinsische Einsamkeit ans Licht kommt…
…dann, spüre ich ihn, diesen unendlichen Weltschmerz.
Wenn einen seine eigene Nichtigkeit einholt und alle Ängste und Sehnsüchte gleichzeitig zu Tage treten…
…dann spürt man ihn, diesen monumentalen Weltschmerz.
-hat man genug geliebt?
-wird man selbst genug zurückgeliebt?
-hat man alles erreicht, was man wollte?
-hat man alle Träume auch gelebt?
-alle Ziele erreicht?
-alle Schlachten geschlagen?
-Wo will man hin?
-Was soll noch kommen?
Beim Schreiben dieser Zeilen sitze ich gerade an einem weißen Strand, schaue aufs türkise Meer und Tränen rinnen leise über meine Wangen in den Sand, werden dort zu nassen Perlen, die kleine Mulden in den Muschelgrieß höhlen…Sie erleichtern meine Seele und spülen allen Gram aus meinem Herzen.
Es gibt gar keinen wahren Grund für meine Tränen…und doch sind sie da.
Zu viel Glück kann genauso unsagbar traurig machen wie zu wenig- und sogar in Momenten tiefster Verzweiflung habe ich sogar schon Euphorie verspürt…
Was bedeutet das?
Liegen Glückseligkeit und Leiden so nahe beisammen? Oder sind es einfach die Momente im Leben in denen man sich wirklich spürt und sich selbst ganz nahe ist?
Fühlt es sich nicht großartig und befreiend an, in diese Einsamkeit so richtig rein zu kriechen und sich von aller Welt verlassen zu fühlen?
Immer wieder gleite ich in diesen Weltschmerz hinein und lasse ihn zu.
Lasse zu, dass er mich übermannt, dass er mich zum Weinen bringt. Die Tränen reinigen meine Seele und waschen alle Sorgen hinaus ins Universum.
Aber auch, dass er mich anspornt, etwas zu verändern, neue Wege zu finden, neue Wege zu überdenken, an der Kreuzung den Richtigen einzuschlagen und dann die Kraft aufzubringen, ihn auch zu beschreiten…
Ich habe mit meinem Weltschmerz an den schönsten Stellen der Erde Bekanntschaft gemacht. Und ich konnte ihn gar nicht ausstehen, er war mein Feind.
Mittlerweile sind wir alte Kumpanen. Ich weiß, dass er mir immer wieder begegnen wird…
Heute ist er mein Gefährte geworden, denn er weist mir den Weg.
Willkommen mein Freund!
Danke für eine neue Begegnung mit mir selbst und für die knallrosa Muschel von irgendeinem pinken Atoll da draußen tief im Meer, die ihren Weg zu mir gefunden hat –
und bis zum nächsten Mal….
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dazu passt für mich nur eines der derzeit schönsten Liebeslieder mit dem ergreifendsten Video aller Zeiten…




